Lesen und verstehen: Sachtexte und Erzählungen
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- 18.10.2026
Mein Ziel: Ich finde Angaben im Text und zeige den Satz, in dem sie stehen.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Angaben finden: Das Fragewort sagt, was du suchst. Such die Stelle und zeig sie. Ein Satz mit denselben Wörtern wie die Frage sagt noch nicht, was gefragt ist.
Beispiel: Jagd mit dem Echo
Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. Im Dunkeln helfen ihnen die Ohren mehr als die Augen, weil sie sehr hohe Töne ausrufen, die Menschen nicht hören können.
Die Töne treffen auf eine Mücke und kommen als Echo zurück. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt. Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. Dort ist sie vor Feinden und vor schlechtem Wetter gut geschützt.
Echo: Ein Ton, der von einer Wand oder einem Hindernis zurückkommt. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst.
Wo schläft die Fledermaus am Tag?
- Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
- Absatz 2: Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden.
- Also: In einer Höhle oder auf einem Dachboden.
Ergebnis: In einer Höhle oder auf einem Dachboden.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Klappern statt Singen
Der Weißstorch ist ein großer Vogel mit weißen Federn und schwarzen Flügelspitzen. Sein Schnabel und seine langen Beine sind rot. Er lebt am liebsten in Landschaften mit feuchten Wiesen und flachen Gewässern.
Auf diesen Wiesen sucht er sein Futter. Mit langsamen Schritten stakst er durch das Gras. Er frisst Regenwürmer, Frösche, Mäuse und große Insekten. Seine Beute packt er blitzschnell mit dem Schnabel.
Sein Nest baut der Storch hoch oben, zum Beispiel auf einem Dach oder einem Mast. Jedes Frühjahr bessert er es mit neuen Ästen aus. Deshalb wird es mit den Jahren immer größer und schwerer. Beide Eltern brüten die Eier aus und füttern die Jungen. Eine richtige Stimme hat der Storch kaum. Stattdessen klappert er laut mit dem Schnabel.
Im August fliegt der Storch nach Afrika. Dabei meidet er das offene Meer. Er segelt lieber über Land, denn dort steigt warme Luft auf und trägt ihn nach oben. So spart er Kraft. Im Frühling kehrt er zu seinem alten Nest zurück.
Heute gibt es weniger feuchte Wiesen als früher. Auch Stromleitungen sind für Störche gefährlich. Deshalb helfen Naturschützer, zum Beispiel mit Nisthilfen auf Masten.
Gewässer: Ein Ort mit Wasser, zum Beispiel ein Teich, ein See oder ein Bach. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst. meidet: Hält sich absichtlich von etwas fern.
Was frisst der Weißstorch? Starthilfe: Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
☐ Gras und Samen, die auf den feuchten Wiesen wachsen. ☐ Vor allem Fische, die er aus tiefen Seen holt. ☐ Würmer, Frösche, Mäuse und große Insekten.So fängst du an: Probe: Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist?
- ○Der Tanz der Bienen
Wenn eine Biene eine ergiebige Futterquelle entdeckt hat, fliegt sie sofort zurück zum Stock. Dort tanzt sie auf der Wabe, und die anderen Bienen schauen genau zu.
Der Tanz verrät, wo das Futter liegt. Dreht sich die Biene schnell im Kreis, ist die Blüte nah. Läuft sie eine gerade Strecke und wackelt dabei mit dem Hinterleib, liegt die Blüte weiter weg, und die Länge der Strecke zeigt die Entfernung. Auf diese Weise verständigen sich Tausende Tiere ohne ein einziges gesprochenes Wort. Nach dem Tanz fliegen die Bienen los und holen den Nektar.
Wabe: Eine Platte aus vielen kleinen Kammern aus Wachs. Nektar: Ein süßer Saft in Blüten, den Bienen sammeln.
Was bedeutet es, wenn sich die Biene schnell im Kreis dreht? Welcher Satz sagt es? Starthilfe: Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
☐ Dreht sich die Biene schnell im Kreis, ist die Blüte nah. ☐ Nach dem Tanz fliegen die Bienen los und holen den Nektar. ☐ Der Tanz verrät, wo das Futter liegt.So fängst du an: Probe: Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Der Platten
Auf dem Heimweg spürt Jonas plötzlich ein unangenehmes Rütteln im Lenker. Der Hinterreifen ist platt. Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.
Eine ältere Frau in einem grauen Kleinwagen hält neben ihm an. Sie öffnet den Kofferraum und legt das Fahrrad vorsichtig hinein. „Steig ein“, sagt sie freundlich. Im Auto fällt Jonas ein, dass er seinen Namen noch gar nicht gesagt hat. Er flüstert: „Danke.“ Die Frau lächelt nur.
Rütteln: Ein schnelles Zittern, das man in den Händen spürt. flüstert: Er spricht ganz leise.
Was ist mit dem Fahrrad passiert?
☐ Der Hinterreifen ist platt. ☐ Der Lenker ist gebrochen. ☐ Die Kette ist gerissen. - ●Der Platten
Auf dem Heimweg spürt Jonas plötzlich ein unangenehmes Rütteln im Lenker. Der Hinterreifen ist platt. Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.
Eine ältere Frau in einem grauen Kleinwagen hält neben ihm an. Sie öffnet den Kofferraum und legt das Fahrrad vorsichtig hinein. „Steig ein“, sagt sie freundlich. Im Auto fällt Jonas ein, dass er seinen Namen noch gar nicht gesagt hat. Er flüstert: „Danke.“ Die Frau lächelt nur.
Rütteln: Ein schnelles Zittern, das man in den Händen spürt. flüstert: Er spricht ganz leise.
Wie weit ist es noch bis nach Hause? Welcher Satz sagt es?
☐ Im Auto fällt Jonas ein, dass er seinen Namen noch gar nicht gesagt hat. ☐ Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer. ☐ Eine ältere Frau in einem grauen Kleinwagen hält neben ihm an. - ●Der Tanz der Bienen
Wenn eine Biene eine ergiebige Futterquelle entdeckt hat, fliegt sie sofort zurück zum Stock. Dort tanzt sie auf der Wabe, und die anderen Bienen schauen genau zu.
Der Tanz verrät, wo das Futter liegt. Dreht sich die Biene schnell im Kreis, ist die Blüte nah. Läuft sie eine gerade Strecke und wackelt dabei mit dem Hinterleib, liegt die Blüte weiter weg, und die Länge der Strecke zeigt die Entfernung. Auf diese Weise verständigen sich Tausende Tiere ohne ein einziges gesprochenes Wort. Nach dem Tanz fliegen die Bienen los und holen den Nektar.
Wabe: Eine Platte aus vielen kleinen Kammern aus Wachs. Nektar: Ein süßer Saft in Blüten, den Bienen sammeln.
Was bedeutet es, wenn sich die Biene schnell im Kreis dreht?
☐ Die Blüte ist weit weg. ☐ Der Stock ist in Gefahr. ☐ Die Blüte ist nah. - ●Das Wasser der Dinosaurier
Das Wasser, das du heute trinkst, ist unglaublich alt. Vielleicht schwamm schon ein Dinosaurier darin. Denn auf der Erde geht kaum Wasser verloren. Es wandert ständig in einem riesigen Kreislauf.
Die Sonne erwärmt das Wasser in Meeren, Seen und Flüssen. Dabei verdunstet ein Teil davon. Es wird zu unsichtbarem Wasserdampf und steigt mit der warmen Luft nach oben.
Weiter oben ist die Luft kälter. Dort wird aus dem Dampf wieder Wasser, in winzigen Tröpfchen. Viele Tröpfchen zusammen bilden eine Wolke. Werden die Tropfen zu schwer, fallen sie als Regen herunter. Ist es kalt genug, fällt Schnee.
Ein Teil des Regenwassers versickert langsam im Boden. Er wird zu Grundwasser, aus dem wir oft unser Trinkwasser holen. Ein anderer Teil fließt in Bäche und Flüsse. Die meisten Flüsse münden schließlich irgendwann ins Meer. Dort beginnt der Kreislauf von vorn.
Beim Verdunsten bleibt das Salz des Meeres zurück. Deshalb ist Regen nicht salzig, obwohl viel davon aus dem Meer stammt.
verdunstet: Wird zu Dampf und geht in die Luft über. versickert: Läuft langsam in den Boden hinein. münden: Fließen in ein anderes Gewässer hinein.
Was wird aus dem Wasserdampf, wenn er in kältere Luft kommt? Welcher Satz sagt es?
☐ Dort wird aus dem Dampf wieder Wasser, in winzigen Tröpfchen. ☐ Er wird zu Grundwasser, aus dem wir oft unser Trinkwasser holen. ☐ Werden die Tropfen zu schwer, fallen sie als Regen herunter. - ●Wenn am Tag danach alles wehtut
Nach dem ersten Fußballtraining der Saison tut es am nächsten Tag überall weh. Treppensteigen fällt schwer, und die Beine fühlen sich an wie Holz. Das ist Muskelkater.
Lange glaubte man, schuld sei eine Säure, die sich beim Sport im Muskel sammelt. Diese Erklärung gilt heute als überholt. Die Säure ist nämlich schon nach kurzer Zeit wieder abgebaut, lange bevor der Schmerz beginnt.
Heute wissen Forscher: Bei ungewohnter Anstrengung entstehen winzige Risse in den Muskelfasern. Besonders oft passiert das bei bremsenden Bewegungen, zum Beispiel beim Bergablaufen. Der Körper repariert die Risse. Dabei schwillt der Muskel leicht an, und das tut weh.
Der Schmerz beginnt meist erst einige Stunden später. Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen. Nach etwa einer Woche ist er meistens vorbei.
Gegen Muskelkater hilft vor allem Geduld. Leichte Bewegung tut oft gut. Wer regelmäßig trainiert, bekommt ihn seltener, denn der Muskel gewöhnt sich an die Belastung.
überholt: Nicht mehr richtig, weil man inzwischen mehr weiß. Muskelfasern: Die ganz dünnen Fäden, aus denen ein Muskel besteht. Belastung: Die Arbeit oder das Gewicht, das etwas tragen muss.
Wann ist der Muskelkater oft am stärksten?
☐ Direkt während des Trainings. ☐ Nach ein bis zwei Tagen. ☐ Nach etwa einer Woche.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Die Nadel, die nach Norden zeigt
Ein Kompass zeigt dir, wo Norden ist. Dafür braucht er keinen Strom und kein Netz. Das Wichtigste an ihm ist eine dünne Nadel aus Metall. Sie ist magnetisch und kann sich frei drehen.
Warum zeigt die Nadel immer in dieselbe Richtung? Die Erde selbst verhält sich wie ein riesiger Magnet. Tief in ihrem Inneren bewegt sich flüssiges, heißes Metall. Dadurch entsteht um die ganze Erde ein Magnetfeld. Die Kompassnadel richtet sich nach diesem Feld aus. Ihr eines Ende zeigt dann nach Norden.
Allerdings liegt der magnetische Nordpol nicht genau am geografischen Nordpol. Er liegt ein Stück daneben und wandert sogar langsam. In Deutschland ist der Unterschied klein. Für eine Wanderung spielt er kaum eine Rolle.
Ein Kompass kann sich aber irren. Liegt ein anderer Magnet oder ein Gegenstand aus Eisen in der Nähe, lenkt er die Nadel ab. Deshalb hält man einen Kompass nicht direkt neben ein Handy oder einen Schlüsselbund.
Seeleute benutzten den Kompass schon vor vielen hundert Jahren. So fanden sie auch bei Nebel und ohne Sterne ihren Weg.
magnetisch: Zieht Eisen an oder wird von einem Magneten angezogen. Magnetfeld: Der unsichtbare Bereich um einen Magneten, in dem er wirkt. geografisch: Auf die Erdkarte bezogen, so wie die Pole auf dem Globus eingezeichnet sind.
Was an einem Kompass ist magnetisch?
☐ Das runde Gehäuse aus Glas und Kunststoff. ☐ Eine dünne Nadel, die sich drehen kann. ☐ Das flüssige Metall in seinem Inneren. - ★Beim vierten Klingeln
Nora sitzt nach der Schule im Bus nach Hause. Auf dem leeren Sitz neben ihr liegt ein fremdes Handy. Plötzlich klingelt es. Auf dem Bildschirm steht: „Mama“.
Nora zögert. Soll ich rangehen?, überlegt sie. Es ist schließlich nicht mein Handy. Aber vielleicht sucht jemand dringend danach. Beim vierten Klingeln nimmt sie ab.
„Hallo? Wer ist denn da?“, fragt eine aufgeregte Stimme. Nora erklärt, dass sie das Handy gerade im Bus gefunden hat. Die Frau atmet hörbar erleichtert aus. „Das gehört meinem Sohn Luis. Er hat es vorhin verloren und ist ganz verzweifelt.“
Sie verabreden sich an der nächsten Haltestelle. Dort wartet schon ein Junge mit roten Wangen. Er ist etwas jünger als Nora. Als sie ihm das Handy überreicht, sagt er zuerst gar nichts. Dann murmelt er: „Da sind alle Fotos von meinem Hund drauf. Er ist letzten Monat gestorben.“
Nora weiß nicht, was sie antworten soll. Also sagt sie nur: „Dann pass gut darauf auf.“ Auf dem Heimweg denkt sie: Gut, dass ich rangegangen bin.
zögert: Wartet und ist unsicher, was sie tun soll. verzweifelt: Sehr traurig und ohne Hoffnung. murmelt: Spricht ganz leise und undeutlich.
Wer ruft auf dem gefundenen Handy an?
☐ Noras eigene Mutter. ☐ Luis selbst. ☐ Die Mutter von Luis.
Eigene Sätze
- ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Würmer, Frösche, Mäuse und große Insekten.
- Dreht sich die Biene schnell im Kreis, ist die Blüte nah.
- Der Hinterreifen ist platt.
- Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.
- Die Blüte ist nah.
- Dort wird aus dem Dampf wieder Wasser, in winzigen Tröpfchen.
- Nach ein bis zwei Tagen.
- Eine dünne Nadel, die sich drehen kann.
- Die Mutter von Luis.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Würmer, Frösche, Mäuse und große Insekten.
- Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Dreht sich die Biene schnell im Kreis, ist die Blüte nah.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Der Hinterreifen ist platt.
- Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Die Blüte ist nah.
- Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Dort wird aus dem Dampf wieder Wasser, in winzigen Tröpfchen.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Nach ein bis zwei Tagen.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Eine dünne Nadel, die sich drehen kann.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Die Mutter von Luis.